Dienstag, 26. Januar 2010

Buggykauf und mehr

Nun will ich mal noch die paar Sätze zu unserem Buggy schreiben. Der alte Buggy hat die schlechte Gehweg- und Straßenverhältnisse hier in China nicht überlebt. Am Samstag hat er seinen Geist aufgegeben und da Lisa doch noch nicht so sicher läuft, brauchten wir einen neuen Buggy. Das kann ja in China nicht das Problem sein, denn schließlich gibt es hier ja alles, oder? Wir haben ein bißchen rumgefragt und erfahren, dass es in der Einkaufsstraße bei der verbotenen Stadt, ja auch in Shenyang gibt es eine verbotene Stadt, einen Laden mit Kindersachen gibt. Also haben wir uns am Sonntag nach dem Frühstück ins Taxi gesetzt, mit unserem alten Buggy, und sind Richtung Middle Street gefahren. Dort hat uns der Taxifahrer wieder an einer überfüllten Kreuzung aus dem Auto geschmissen. Die erste Herausforderung für diesen Einkauf bestand also im Überqueren der Straße samt Lisa und Buggy. Da ich diese Zeilen noch schreiben kann, haben wir es also geschafft. Da standen wir nun in einer Einkaufsstraße. Es waren viele Leute unterwegs. Es gab Stände mit Dingen aller Art und die übliche Beschallung der Passanten. Das Geschäft „Happy Familie“ war nicht zu übersehen. Ein riesen Laden. Nichts wie rein. Der Eingang war wieder über ein paar Treppen, also hieß es erst mal schleppen und im Laden waren die nächsten Treppen. Na super.


In der ersten Etage gab es Schmuck und Uhren. Die zweite Etage waren Schuhe. Die dritte Etage Klamotten und in der vierten Etage war die Kinderabteilung. Wir fanden auch sofort mehrere Buggys. Lisa musste in jedem Buggy probesitzen. Die sahen alle so klein aus. Wir verursachten, wie immer, wieder Menschenaufläufe. Als ob es was Besonderes wäre, einen Buggy zu kaufen. Wir haben uns für ein Modell entschieden und dann zeigte uns der Verkäufer noch verschiedene Designs im Katalog. Wir wollen den kaufen wie er dastand. Also lief der Verkäufer los und kam mit einer großen Kiste wieder. Wir haben ihm zu verstehen gegeben, dass er den Buggy gleich aufbauen sollte. Also gingen sie zu dritt ans Werk. Als ich das gesehen habe und die entsprechende Anleitung auf Chinesisch…Lisa würde heute noch nicht in dem Buggy sitzen. Ein Ikeaschrank aufzubauen, ist einfacher. Plötzlich verpackten sie den alten Buggy in eine Tüte. Lisa fing an mit weinen. Ihr wurde bewußt, dass ihr alter Buggy nun weg sein wird. Ich wurde an die Zentralkasse gebracht, wo ich den Buggy bar bezahlte. - Nirgendwo kann man mit Kreditkarte bezahlen. Nur Bares in Wahres. - Der Verkäufer klemmte sich unseren alten Buggy unter den Arm, ich schob den Neuen und Markus musste Lisa tragen, weil sie nicht in den neuen Buggy wollte und wir sind Richtung Ausgang geführt worden. Vorher mussten wir aber mit unserem Kassenzettel an der Lotterie vorbei und wir haben doch tatsächlich einen kleinen roten Plüschtiger gewonnen. 2010 ist das Jahr des Tigers. Wir haben jetzt mittlerweile schon 5 von den Tieren zu Hause. Dort konnten wir auch endlich dem Verkäufer klarmachen, dass wir den alten Buggy nicht wieder mitnehmen wollen. Also hat er anstandslos das alte Teil genommen und ist davon gezogen.

Lisa war mittlerweile so ko, dass wir beschlossen ins Hotel zurück zu fahren und Mittagsschlaf zu machen. Das haben wir dann auch fast 3 Stunden getan. Danach haben wir uns zwei Burger aufs Zimmer bestellt. Die waren echt lecker. Danach kam die Masseurin und der Sonntag war schon wieder vorbei.

Am Montag fuhr ich mit dem Taxi zur Arbeit. Das war eine lebensgefährliche Fahrt. Mit dem Bus brauchen wir zwischen 30 und 40 Minuten. Mit dem Taxi und normaler Fahrt braucht man zwischen 20 und 30 Minuten. Dieser Taxifahrer hat die Fahrt im größten Berufsverkehr in 16 Minuten geschafft. Ich war total durch geschwitzt vor Angst. Danach ist man auch wach. Nie wieder.

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