Montag, 6. Dezember 2010

...unglaublich das so ein bißchen Schnee eine ganze Wirtschaft lahm
legen kann. Die Autobahn wird einfach gesperrt und aller hundert Meter
sind Verkehrsunfälle. Gestern sind wir einfach zu Hause geblieben und
heute haben wir die Weltreise angetreten. Fast zweieinhalb Stunden
habe ich gebraucht. Die Autobahn ist kaum geräumt und die Laster
schleichen mit 30 km/h.
Heute habe ich zum ersten Mal ein Date mit einer Schneiderin. Ich bin
gespannt. Ist eine Empfehlung.
Von meinem iPhone gesendet

Donnerstag, 11. November 2010

Erfolgreiches Wochenende

Gerade meint es China wieder mal gut mit uns. Letztes Wochenende haben wir mit Hilfe meiner Kollegin ein Regal und ein Klavier gekauft. Wir sind am Samstag früh los und zuerst in dieses riesige Teegeschäft gefahren. Dieser Laden ist von der Grundfläche so groß wie Karstadt und hat 4 Etagen. In den ersten beiden Etagen gibt es Tee, grünen Tee, schwarzen Tee und Blüten. Dann gibt es eine Etage mit Tassen und Kannen und in der obersten Etage gibt es dann Regale, Schränke, Tische und Stühle. Dort hat Angel dann für uns den Preis verhandelt. Auf die Frage wann sie uns das gute Stück liefern, kam als Antwort, heute Nachmittag. Wow. Na klar, her damit. Dann bekamen wir dort noch eine Tasse Tee und mussten dabei feststellen, dass immer wieder nachgegossen wird, wenn wir die Tasse vorbildlich austrinken. Als Nächstes fuhren wir durch die ganze Stadt zum Klaviergeschäft. Wir hatten uns ja schon einmal für eine Ausführung entschieden, aber an dem Samstag war wieder mal eine Promotion Aktion und so bekamen wir ein noch besseres Klavier für das gleiche Geld. Hier dachte ich wirklich, dass die Lieferung vielleicht in zwei oder drei Wochen erfolgt. Unglaublich aber wahr, 12 Uhr bezahlten wir und 14 Uhr stand das Klavier in unserem Haus. Die Lieferung hat wahnsinnige 15 Euro gekostet.


Der Samstag war auch weiterhin erfolgreich, weil der Geschirrspülreparateur kam und der Fernsehmechaniker auch erschien und uns eine Schüssel vor das Haus montierte. Jetzt können wir auch endlich mal ein paar aktuelle Nachrichten in BBC schauen. Aber was für mich auch erst mal ein Schock war. Der Mechaniker holte eine riesige Bohrmaschine raus und bohrte zuerst ein Loch in die Hauswand, um die Schüssel zu befestigen und dann bohrte er ein Loch in den Fensterrahmen, um das Kabel ins Haus zu bringen. Wahnsinn.

Nun sind wir endlich angekommen. Es stehen noch ungefähr zehn Bücherkisten in der Ecke und ansonsten sind wir soweit durch. Ich komme jetzt gern nach Hause und bin auch gern zu Hause. Wir schaffen es jeden Morgen gemeinsam zu Frühstücken und der Arbeitsweg ist nur länger, aber wir benötigen die gleiche Zeit wie vom Lexington Hotel. Ich nehme mir meinen Kaffeebecher mit ins Auto und fahre mit gemütlichen 130 km/h über die Autobahn zum Werk. Das dauert ungefähr 30 Minuten und die Autobahn ist hier wirklich leer. Die Autobahnmaut kostet pro Strecke 20 Yuan. Das Benzin kostet pro Liter ca. 0,70 Yuan.

Am Dienstag war im Kindergarten eine Thanksgiving Party. Lisa hatte im Kostüm einen Auftritt. Sie war süß. Sie wollte unbedingt auf die Bühne und tanzen. Als sie dann oben stand, bewegte sie sich nicht. Ich glaube sie war überrascht von der Aussicht auf so viele Menschen, die alle in ihre Richtung schauten. Aber keines der Kinder konnte die Performance richtig. Das kann man von 2 ½ Jährigen auch nicht wirklich verlangen.

Heute ist St. Martinsumzug und Markus und ich haben eine Laterne gebastelt. Ich bin gespannt was Lisa dazu sagt. Außerdem hoffe ich, dass es aufhört zu Regnen. Das tut es heute leider schon den ganzen Tag. Aber die Natur braucht das auch. Ich kann mich an den letzten Regen schon gar nicht mehr erinnern.

Mittwoch, 3. November 2010

Normalität

Endlich ist Normalität eingekehrt und wir genießen die Privatsphäre in unserem Häuschen. Vor allem Lisa genießt den Freiraum und fährt große Touren mit ihrem Bobbycar.


Rückblickend auf die letzten Wochen hier ein paar Stories:

Am Tag nach dem Besuch der Großen Mauer waren wir ein bisschen Shoppen, endlich mal wieder ein neues Buch  und am Nachmittag haben wir uns mit meiner Tante und meinem Onkel aus Berlin getroffen. Sie kamen uns im Hotel abholen und nach einem gemütlichen Kaffee in der Lobby haben wir uns gemeinsam auf den Weg in ein berühmtes Pekingentenrestaurant gemacht. Dorthin kam auch Jochen. Das Restaurant muss ich auf jeden Fall nicht nochmal besuchen. Ich glaube, die können mindestens 1000 Gäste gleichzeitig abfertigen. Das sind mehrere riesige Hallen mit runden Tischen an denen die Leute Pekingente essen. Es gibt eine Wartehalle, die ist so groß wie ein großer Kinosaal. Unglaublich. Die Ente war lecker, aber nicht besonders viel. Ich habe mich aber riesig gefreut, die Zeit mit meiner Tante verbringen zu können. Das war wirklich eine tolle Überraschung.

Die letzten freien Tage in Peking habe ich im Hotelzimmer verbracht. Einen Tag nach unserem Ausflug zur Great Wall habe ich mir irgendwo eine Lebensmittelvergiftung eingefangen. Wir wissen nicht wo und es ist mühsam, dass im Nachhinein herauszufinden. Glücklicherweise hat es nur mich getroffen und mir ging es wirklich nicht gut. In der Nacht bin ich kaum aus dem Bad herausgefunden und ich habe mir das Hirn zerbrochen wie ich am besten zu einem Arzt komme. Ich wollte Lisa nicht dabei haben, aber allein wollte ich auch nicht hin. Am nächsten Morgen ging es mir so schlecht, dass ich Markus zum Concierge schicken musste und er fragen sollte, wie man am besten zu einem Arzt kommt. Wir hatten uns aus dem Bauch heraus für diesen Aufenthalt für das Kempinski entschieden. Das sollte sich nun in dem Zusammenhang als eine glückliche Fügung herausstellen. In dem Gebäudekomplex gibt es eine internationale Krankenstation. Dort gibt es einen englischsprechenden Arzt und die Betreuung hat fast deutschen Standard. Ich habe mich dort auf jeden Fall gut aufgehoben gefühlt. Der Arzt machte sofort ein Blutbild und stellte eine massive Bakterieninfektion fest. Er gab mir sofort eine Infusion mit Elektrolyten, Antibiotika und Schmerzmitteln. Mir ging es schon nach einer Stunde wieder besser. Besser im Sinne, ich konnte wieder ohne Schmerzen laufen und hatte nicht das Bedürfnis ständig ins Bad rennen zu müssen. Am Freitag sind wir wieder nach Hause geflogen und erst am Montagabend war ich wieder einigermaßen fit.

Am Dienstag war ich dann auch wieder im Büro und am Mittwoch kam endlich unser Container. Genial. Fünf oder Sechs Chinesen haben es geschafft alle Kisten, in Summe 230 Stück in nicht mal 2 Stunden in das Haus zu tragen. Die meisten Kisten haben sie auch noch geöffnet und die großen Sachen auch schon ausgeräumt. Das Kinderzimmer von Lisa haben sie aufgebaut und am Nachmittag sind sie wieder verschwunden. Das ging wirklich schnell. Unsere Ayi und der Fahrer wollten auch unbedingt beim Auspacken helfen. Also habe ich mir die Beiden geschnappt und die Küche ausgepackt und eingeräumt. Die Beiden waren wirklich süß. Als Erstes waren sie überrascht, dass wir selber kochen wollen und dann haben sie wirklich ungläubig geschaut als sie die vielen Teller, Tassen und sonstigen Gegenstände auspackten. Das war für die Beiden wirklich unfassbar wie man so viel Geschirr, Bücher, CDs und DVDs und auch Klamotten haben kann.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Great Wall

Seit gestern Nachmittag sind wir in Peking. Auf den ersten Blick eine schöne Stadt. Wir waren gestern noch ein bißchen spazieren und bei einem Italiener essen. Die Nudeln sahen nur schön aus und haben nicht wirklich geschmeckt. Wir werden also einfach nicht nochmal hingehen. Gestern abend haben wir uns dann noch mit Jochen zu einer Tagestour zur Great Wall verabredet. Wir haben einfach einen Taxifahrer gefragt, ob er uns hinfährt. Es ist ca. eine Stunde Autofahrt. Das Umland von Peking ist wirklich wunderschön und es lässt noch so viel von diesem riesigen Land erahnen. Es gibt mehrere Stellen an denen man die Mauer erklimmen kann. Irgendwie haben sich aber wieder alle Chinesen verabredet und waren an der gleichen Stelle wie wir ;-) Ihr werdet es auf den Bildern sehen, wir waren wirklich nicht allein. Die Mauer ist ein atemberaubendes Bauwerk. Es ist unvorstellbar das die Chinesen schon vor Christus dieses Bauwerk begonnen haben. Allein auf die Idee zu kommen und das dann in die Tat umzusetzen. Es ist wirklich ein Muss dort gewesen zu sein.

Lisa fand die Mauer toll. Es ging so steil nach oben und sie lief und lief und lief. Unfassbar. Auf dem Rückweg ist sie im Auto tief und fest eingeschlafen. Wir haben uns vom Taxifahrer direkt beim Starbucks rausschmeissen lassen und haben einen Supermarkt gefunden, der sehr viele europäische Sachen verkauft. Dort haben wir Smarties, Cornys und Tempos geshoppt. Da fühlt man sich plötzlich wie als ob Weihnachten wäre.

Gerade waren wir noch schwimmen und jetzt warten wir auf unser Abendessen. Wir haben keine Lust auch nur noch einen Schritt vor die Hotelzimmertür zu machen und werden zeitig ins Bett gehen. Morgen früh sind wir mit Freunden aus Shenyang verabredet und Nachmittags mit meiner Tante aus Berlin. Ja aus Berlin. Die Beiden sind gerade in China und auch zufällig in Peking. Das Land ist doch nicht so groß, wenn man sich so einfach über den Weg laufen kann.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Dies und jenes der letzten Tage

Wo fange ich an und wo höre ich auf? Ich schiebe gerade einen ganz schönen Chinafrust vor mir her. Im Moment sind alle gegen uns. Es fing alles mit den Typen von der relocation Firma an. Der kam letzten Freitag ins Büro und wollte unsere Unterlagen für die Entzollung unseres Containers abholen. Die Teamassistentin vom Werksleiter hatte diese Dokumente alle vorbereitet, aber war am Freitag leider nicht im Büro. Es gab natürlich auch keine Vertretung und das Büro war abgeschlossen. Ich war dem ersten Heulkrampf nahe. Dann haben wir das ganze Büro verrückt gemacht. Eine nette Assistentin wollte sogar einen Stempel für uns fälschen. Finde ich ja sehr nett, aber sagt auch alles über diese wahnsinnige Stempelkultur hier aus. Man könnte hier wirklich die Wirtschaft lahm legen, wenn es keine rote Stempelfarbe mehr in China gibt. Und das meine ich ernst. Über mehrere Abteilungen hinweg haben wir es dann endlich geschafft jemanden zu finden, der einen Schlüssel zum Büro des Werksleiters hatte und das Büro aufschloss. Unsere Unterlagen lagen ganz oben und mit viel Stolz übergaben wir sie diesem Typen. Was machte der? Er holte wirklich noch ein Formular heraus und sagte, hier bräuchte er auch noch einen Companystempel. Das war der Zeitpunkt an dem ich gehen musste. Ich hätte dort sonst jemanden umgebracht. Einen Companystempel? Was glaubt er was das ist? Das ist das Hochheiligste in diesem Unternehmen. Erstens darf nicht jeder damit stempeln. Dafür muss man in diese erlauchte Riege aufgenommen werden. Dann gibt es feste Stempelzeiten und man muss auch noch für jedes gestempelte Dokument ein Formular ausfüllen. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob das auch abgestempelt werden muss. Aber bestimmt. Na ja, es ist wie es ist. Unser Container bleibt noch ein bißchen länger im Containerhafen stehen und wir bleiben noch ein bißchen länger im Hotel wohnen *heul*


Aus lauter Frust, werden wir nun morgen nach Peking fliegen und uns die Stadt anschauen. Ist ja auch nett, oder?

Letzten Samstag sollte unsere Couch geliefert werden. Markus war ab 13 Uhr in unserem leeren neuen Heim und arbeitete. Ich fuhr mit Lisa später nach. Kurz vor 17 Uhr riefen wir mal Morrison an und fragten, ob sich das Möbelhaus bei ihm gemeldet hat. Er sagte, ja vor ein paar Minuten. Unsere Couch sei nicht bei der Lieferung dabei gewesen und sie kommen heute nicht mehr. Unfassbar. Aber leider kann man es auch nicht ändern.

Am Freitagabend habe ich dem Supermarkt um die Ecke noch einen Besuch abgestattet. Dort waren gefühlt, wieder alle des Viertels einkaufen. Es war 20 Uhr, an einem Feiertag und der Laden war voll. Unglaublich. Ich hatte die Foo Fighters auf den Ohren und machte mein Ding. An der Kasse angelangt, war es kaum zu glauben. Drei Kassen für 100 Kunden. Zuerst war es noch eine Schlange und dann war es ein Pulk. Meine erste SMS an Markus war ungefähr so: „Es dauert länger. Hier ist die Hölle los und ich bin kein geübter Kassendrängler.“. Die zweite SMS war „Die Foo Fighters retten hier einigen Chinesen das Leben und bewahren mich vor dem Knast ;-)“. Die dritte SMS „Böse gucken bei meiner Größe, scheint doch zu wirken.“. Und das Ende der Geschichte…ich habe ungefähr 20 Minuten an der Kasse gestanden - Ich glaube beim Marktkauf bekommt man dafür 5 Euro, oder? – und alle Chinesen leben noch.

Ach, und zu guter Letzt. Mein Pass ist auch wieder aufgetaucht. Der lag an der Hotelrezeption und sie haben sich einfach mal nicht verantwortlich gefühlt mir mal Bescheid zu geben. So ist das eben. Ruhe und Gelassenheit braucht man in diesem Land mit seinen Bewohnern.

Donnerstag, 23. September 2010

Und immer weiter so...

Hallo ihr Lieben, ja bei uns ist so ein bisschen Alltag eingekehrt. Wir kämpfen jeden Tag mit kleinen chinesischen Problemen. Zumindest haben wir uns jetzt ein weiteres Auto erstritten was uns eine Menge Mobilität gibt. Ich habe keine Aufenthaltserlaubnis bekommen, weil die Behörden die Regelung geändert haben. Man kann eine unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung nur mit einem in einem anderen Land ausgestelltem Visum bekommen. Mein letztes Visum ist aber hier vor Ort ausgestellt worden. Na ja, nun muss ich das in Deutschland erledigen. Glücklicherweise fliegen wir ja im Oktober nach Hause. Die Flugbuchung war auch ein großes Problem. Wir sind gerade in so einem schwebenden Status hier. Wir sind nicht mehr als Support hier, aber als Expats auch noch nicht so richtig angekommen. Angeblich gibt es noch keine Bestätigung von unseren Chefs. Aus diesem Grund konnten unsere Heimflüge auch noch nicht gebucht werden. Am Wochenende wollte ich nochmal nach der Verfügbarkeit schauen und ich konnte keine freien Flüge mehr finden. Ich bekam Panik. Einen Tag später standen wir hier beim Personalchef und haben mal mit der Faust auf den Tisch gehauen. Das Ergebnis war, dass seine Sekretärin die Flüge erst mal so gebucht hat. Außerdem haben wir endlich die Schlüssel für unser Häuschen bekommen und warten nun noch sehnsüchtiger auf unseren Container. Gestern haben wir schon mal ein paar Sachen aus dem Hotel hingebracht. Nun steht eine Kiste im Wohnzimmer und wir haben damit gezeigt „Das ist jetzt unser neues Heim.“ Wir können es wirklich kaum erwarten.


Was gibt es noch…für mich wichtig ist, dass mein Pass verschollen ist. Es ist wirklich unglaublich, dass hier bei BBA eine Praktikantin zuständig ist für die ganzen Visageschichten. Ich hatte ja kein Dauervisum bekommen also musste ein anderer Weg gefunden werden. Dafür wollte sie meinen Pass. Na ja, und nun hatte sie ihren letzten Tag und als ich sie nach meinem Pass fragte, sagte sie, sie wisse nicht wo der ist. Immer mit der Ruhe. Irgendwo wird der schon sein. Ich werde berichten.

An alle Materialsteuerer, die das hier lesen: Hier wird dringend ein Materialsteuerer für den 8er Bereich gesucht, für zwei Jahre. Meldet euch mal, wenn ihr euch wirklich vorstellen könntet, hierher zu kommen.

Donnerstag, 26. August 2010

Lebenszeichen...

…aus China von uns. Wir haben es geschafft und sind wieder in Shenyang aufgeschlagen. Die Zeit in Deutschland ist viel zu schnell vergangen. Der Abschied ist mir sehr schwer gefallen. Es ist doch etwas anderes, wenn man sich plötzlich für zwei Jahre verabschiedet.

Das Containerpacken war die Hölle. Das ist wirklich wie einmal abgebrannt. Fremde Menschen packen die privaten Sachen und verursachen ein großes Chaos. Über 140 Kisten wurden gepackt und in den Container verladen. Die Bilder kommen noch.

Hier in Shenyang angekommen, haben sich die Ereignisse überholt. Die erste Geschichte war, dass das Hotel unser zweites Zimmer vermietet hatte. Allein schon alle Sachen in einem Zimmer zu haben…da kommt man sich vor wie ein Zigeuner. Als wir dann schlafen gehen wollten, sind wir zu dritt im Schlafanzug über den Hotelflur in ein anderes Zimmer geschlichen. Verrückt. Der zweite Tag wurde aber nicht besser. Aus den Emails, die uns im Urlaub erreicht haben, waren wir ja vorgewarnt. Während unserer Abwesenheit hat es in Shenyang sehr viel geregnet und die Luftfeuchtigkeit war über Tage hinweg sehr hoch. Im Kindergarten begann das Gebäude zu schimmeln. Die Luft muss unerträglich gewesen sein. Alle deutschen Kinder wurden herausgenommen und im Haus von Kollegen betreut. Dorthin haben wir uns also begeben und auf den Stand bringen lassen. Die Personalabteilung führte mehrere Gespräche mit dem Kindergartenmanagement Gespräche, aber die Chinesen finden Schimmel nicht so gesundheitsgefährdend. Die Familien hier vor Ort machten sich also auf die Suche nach einem anderen Kindergarten. Dort sind wir sofort hingefahren und haben uns das angeschaut. Das ist ein ganz neues Gebäude, die Erzieher sind englische Muttersprachler und das Konzept hat uns überzeugt. Die Umgebung ist vielleicht nicht so schön, weil das Gebäude von Hochhäusern umgeben ist, aber wir denken, eine gute Entscheidung getroffen zu haben. Ab 01.09. wird Lisa dort hingehen.

Am Sonntag wollten wir eine Couch kaufen. Keiner in diesem Möbelhaus sprach Englisch. Also riefen wir Morrison an und baten ihn um Hilfe. Er kam am Montag und Markus fuhr mit ihm nochmal zum Möbelhaus. Na ja, das sollte auch zum zweiten Versuch nichts werden. Das Möbelhaus schliesst 18 Uhr. Also die nächste Verabredung für Dienstag. Dieses Mal fuhren wir alle gemeinsam hin. Normalerweise wären wir ohne zeitliche Probleme dort angekommen, aber der Verkehr ist in den letzten fünf Wochen hier unnormal stark angestiegen. Wir fuhren fast im Schritttempo zum Möbelhaus und kamen 20 Minuten vor Feierabend dort an. Schnell in den zweiten Stock gerannt. In beiden Geschäften Bescheid gegeben damit sie ihre Zettel ausfüllen konnten. Dann ging Morrison mit Markus und zwei weiteren Verkäufern bezahlen. Sie kamen und kamen nicht zurück. Gefühlte zwanzig Minuten später kamen sie mit einem großen und einen kleineren Paket zurück. Die Geschichte dazu: Wir hatten genau das Geld für die Couch und den Couchtisch einstecken. Auf die Couch gab es Rabatt. Als Markus bezahlen wollte, wollten sie den Gesamtpreis ohne Rabatt. Das hatte Markus natürlich nicht einstecken. Also bezahlte er zuerst die Couch, bekam dann den Rabattbetrag ausgezahlt und konnte dann den Tisch bezahlen. Als Nächstes bekam er sein Rabattgeschenk, einen Staubsauger und dann musste er an einer Tombola teilnehmen. Er musste 8 Tischtennisbälle ziehen. Er bekam einen kleinen Karton überreicht. Darin waren ca. 9 Maßbänder. Auf jeden Fall muss sich jemand dort schon Teile rausgenommen haben, weil insgesamt ca. 15 Stück reingepasst haben. Gestern habe ich hier 8 Maßbänder verschenkt.

Nun sind wir gespannt, ob alles pünktlich geliefert wird und freuen uns auf den Umzug in unser Heim für die nächsten zwei Jahre.